Monika Rechsteiner ja Birthe Zimmermann
“fictitious landscape…”

MUU gallery 26.11.-19.12.2004
Zur Eröffnung am 25.11.2004 um 17 Uhr

Sind Sie und ihre Freunde herzlich eingeladen.
Es spricht Eike Fuhrmann, Leiter des Goethe-Instituts.

www.muu.fi/fictitiouslandscape

Muu Galerie präsentiert die Ausstellung "fictitious landscape..." von Monika Rechsteiner (Basel/Berlin) und Birthe Zimmermann (Berlin). Beide Künstlerinnen kommen in ihrer Arbeiten zu einer ähnlichen Art von Abstraktion, die zwischen Künstlichkeit und Authenzität oszilliert. Die unterschiedlichen Medien und Ausdrucksweisen unterliegen einer fast gegensätzlichen künstlerischen Produktion, die sich dennoch auf formaler Ebene trifft.
Diese Gegensätzlichkeit in der Art der Darstellung markiert gleichsam das Spannungsfeld zu dem Begriff Landschaft und dessen Konnotation. So bewegt sich die Ausstellung zwischen Naturschönheit und der Ästhetik des ausgehenden Industriezeitalters.

Monika Rechsteiners Filmprojektionen zeigen Ausschnitte von Landschaften. Diese Fokussierung eines Ortes mit gezielt gewähltem, fotografischen Blick, kombiniert mit einer minimalen Filmhandlung, wirkt wie ein poetischer Zustand. Es ist eine Landschaftsbetrachtung im Sinne einer Erforschung der Wahrnehmungs- und Bewertungsmodalitäten menschlicher Landschaftserfahrungen. Rechsteiners Arbeit, wie auch dessen Entstehungsprozess kann als Paradoxon der Gleichzeitigkeit von Stillstand und Bewegung umschrieben werden. Die Projektionen zeigen mystisch entrückte Schauplätze von Geschichten die nie passieren werden, da die Bilder erst in Bewegung begriffen dann doch in sich verharren.

Birthe Zimmermann beschäftigt sich in ihrer plastischen Arbeit mit dem amerikanischen Minimalismus der 60 Jahre, den sie in die ästhetische "Beliebigkeit" des Poststrukturalismus überträgt.
In der Ausstellung zeigt Zimmermann Objekte die aus zueinander gestellten, komponierten Flächen bestehend, zu einem Stück zusammenfließen und auf diese Weise wie Miniaturen von Architektur und Landschaft erscheinen. Als Boden- und Wandarbeiten installiert, bilden sie modellhafte Räume aus, die an Architekturen virtueller Landschaften erinnern. Der Landschaftsbegriff wird in die hypothetischen Strukturen digitaler Bilderwelten überführt.

Monika Rechsteiner erschließt für den Betrachter eine Landschaft und verlegt den kontemplativen Akt der Naturbetrachtung in den Ausstellungsraum. In der Konfrontation dieser Stimmung mit den Objekten von Brithe Zimmermannn entsteht für den Betrachter ein Bild, welches wie zwei ineinander geschoben Ebenen wirkt.
Die nüchterne Ortlosigkeit des Virtuellen und die Erwartungshaltung die sich an den Begriff Landschaft knüpft werden miteinander verwoben, abstrahierte Naturschönheit und Manifestation von fiktiven Räumen fließen ineinander.

 

  In Zusammenarbeit mit:
Schweizer Botschaft in Helsinki
Akademie der Künste, Helsinki
Sponsoren:
ifa - Institut fur Auslandsbeziehungen
Pro Helvetia
Erziehungsdepartement Basel-Stadt, Ressort Kultur
 

Mehr Info:
MUU Gallery / Timo Soppela, Inka Saarinen
puh. 09-625 972, www.muu.fi/fictitiouslandscape